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Archiv der Kategorie: Geschichte

Zwei Bankräubergeschichten …

(1)

Kelly ist und war immer schon ein Bankräuber. Seine erste Bank hatte er bereits mit 20 Jahren überfallen. Heute ist er 39 Jahre alt. Zugegeben, seine Raubzüge waren allesamt nicht so ganz erfolgreich. Mal hier, mal da ein paar Tausend Euro. Aber er konnte sich Eines rühmen: Er war nie erwischt worden. Er war so geschickt, dass er nie Spuren hinterließ, nicht ein einziges Mal. Bisher hatte es nie gereicht, seinen Traum zu erfüllen. Sein Traum … ja … er hatte immer danach gestrebt. Einen Deal – so nannte er seine Überfälle – zu landen, der es ihm ermöglichen würde, ein schönes Leben zu führen. Gar nicht so anspruchsvoll. Einfach nur in einem schönen Haus auf dem Land leben und das Dasein genießen. Und doch, eines Tages hatte es tatsächlich funktioniert. Dieser Tag hatte nun sein Leben verändert.

An einem verregneten Herbsttag des letzten Jahres war sein Geld mal wieder knapp geworden. So überlegte Kelly einen neuen Deal. Zufälligerweise hatte in der Metropole eine neue Bank eröffnet. Sie residierte in einem uralten Gebäude, welches auf eine ehrbare Geschichte zurückblicken konnte und schon so manches erfolgreiche Unternehmen beherbergt hatte. Kelly überlegte, dass es sich um eine gute Bank handeln müsse. Er hatte zudem irgendwie das Gefühl, die Sicherheitsmaßnahmen würden unter Umständen nicht ganz optimal sein. Es schien ihm so, dass es gar nicht so einfach sein würde, in einem alten Gebäude alles auf den neuesten Stand zu bringen. Irgendetwas hatte man übersehen. Dazu kam, dass ihn sein Gefühl noch nie im Stich gelassen hatte.

Am Monatsende, so der Plan, würde sich aller Vorsicht nach eine gewisse Menge an Bargeld in der Bank befinden. Dies war immer so. Dementsprechend sollte der Deal am Monatsultimo stattfinden. Der Tag kam und der Deal gelang. Es war tatsächlich so, dass Kelly durch sein untrügliches Gespür, die entscheidende Schwachstelle der Sicherheitssysteme herausgefunden und für sich ausgenutzt hatte. Was Kelly nicht wusste, war, dass ausgerechnet an diesem Tag die Bank eine Bargeldversorgung anliegender Einzelhandelsketten durchführen wollte. Umso größer war seine Überraschung als er abends das Geld zählte, welches er erbeutet hatte. Es waren sage und schreibe 20 Millionen Euro. Er konnte es nicht fassen. Das war der, nein DER Deal seines Lebens.

In den nächsten Tagen verfolgte er gespannt die Nachrichten. Der Deal hatte ein außerordentliches Medienecho hervorgerufen. Und es war wie immer: Es gab keinerlei Hinweise auf ihn. Er überlegte nun, wie er sein weiteres Leben gestalten wollte. Ihm war klar, dass er auf keinen Fall den Fehler begehen durfte, jetzt über die Strenge zu schlagen. Er musste ganz unauffällig weiterleben. Eine Sache allerdings realisierte er in den nächsten Tagen. Er mietete sich in einem netten, kleinen Haus auf dem Lande ein. Es war nicht besonders luxuriös, ein kleines aber gepflegtes Landhäuschen eben. Mehr nicht.

So kam es, dass Kelly einen seiner größten Träume realisiert hatte. Zwei Jahre später wohnte er immer noch dort. Nicht ein einziges Mal war die Polizei, oder ein anderer Ermittler auch nur in seine Nähe geraten. Er hatte es durch sein geschicktes Vorgehen tatsächlich geschafft.

An einem Sommerabend des gleichen Jahres bekam er einen Anruf von seinem besten Freund. Die beiden verabredeten sich für die kommende Woche. Die Woche verging schnell. Kelly und sein Freund trafen sich bei ihm an einem Freitagabend. Es war traumhaft schönes Wetter. Kein Wind bewegte die alten Eichen, die auf dem Grundstück des Landhäuschens eine Ewigkeit schon standen. Bei einem Stück Grillfleisch und Bier unterhielten sie sich lange. Kelly hatte in den vergangen Jahren oft über seinen Deal und seine Lebensweise nachgedacht. Da war etwas in ihm, was sein Glücksgefühl beeinträchtigte. Zwar nicht besonders stark, aber es war da. So beschloss Kelly seinem Freund seine Geschichte zu erzählen. Er konnte sich absolut sicher sein, dass sein Freund ihn niemals verraten oder gar erpressen würde.

Kelly erzählte seine Geschichte. Er erzählte lange und sein Freund hörte ihm zu. Während er erzählte wurde ihm klar, dass es ihm nun besser ging. Weiterhin erkannte er auch, was ihn bisher an seinem vollkommenen Glück gehindert hatte. Er hatte nun jemanden gefunden, dem er sich anvertraut hatte. Er schloss mit folgenden Worten: „Eines kannst Du Dir gewiss sein: ich habe erkannt, dass ich Unrecht getan habe. Ich habe anderen Menschen etwas weggenommen, was nicht mir gehörte. Das ist irgendwo nicht gerecht. Aber eines weiß ich genau und das habe ich für mich beschlossen: Ich werde, egal was andere Menschen tun, so etwas nie wieder machen.“

10 Jahre später…

Der Freund von Kelly, der übrigens Max heißt, ist immer noch ein kleiner Angestellter eines größeren Unternehmens. An einem unbedeutenden Tag saß er an seinem Schreibtisch und hörte, wie immer, die Nachrichten des laufenden Tages. Eine Nachricht fiel ihm auf. Er legte seinen Stift aus der Hand und lauschte gespannt. Die Nachricht beschrieb einen spektakulären Banküberfall, bei dem 50 Millionen EURO erbeutet wurden. Max dachte sofort an Kelly. Er grinste in sich hinein und sinnierte, dass so ein Deal (so nannte Kelly ja seine Überfälle) zu Kelly passen würde. Gleichzeitig verwarf er jedoch diesen Gedanken vollständig, da er sich an den schönen Freitagabend damals in diesem wundervollen Sommer bei Kelly erinnerte. Kellys Worte hatten ihn beeindruckt.

Am folgenden Wochenende…

Max saß mit seiner Frau am Sonntagmorgen bei einem gewöhnlichen Frühstück. Es gab Eier mit Speck, frische Brötchen und Kaffee. Wie an jedem Wochenende in dem Leben dieser beiden, lief das Fernsehen. Eine belanglose Kochsendung störte die Ruhe. Max interessierte sich nicht dafür und so kam es, dass er die Sonntagszeitung aufblätterte. Was er dort sah verschlug ihm den Atem. Auf der zweiten Seite war ein Artikel abgebildet. Der spektakuläre Bankraub war aufgeklärt worden. Die Zeilen umrahmten das Bild eines Mannes, den Max gut kannte. Es war Kelly. Man hatte in seinem Haus 62 Millionen EURO sichergestellt.

Max sprach noch lange Zeit mit seiner Frau über diese Geschichte. Auch Jahre später kam dieses Thema immer wieder vor. Beide fragten sich oft, warum Kelly nicht einfach so weitergelebt hat, wie er es an dem Sommerabend gesagt hatte. Sie fanden nie eine Antwort…

In einem unspektakulären Verfahren wurde Kelly zu 20 Jahren Haft verurteilt. Er starb nach 4 Jahren Haft im Gefängnis. Die Todesursache war ein Rätsel für die untersuchenden Ärzte. Sie konnte nie aufgeklärt werden…

(2)

Kelly ist und war immer schon ein Bankräuber. Seine erste Bank hatte er bereits mit 20 Jahren überfallen. Heute ist er 39 Jahre alt. Zugegeben, seine Raubzüge waren allesamt nicht so ganz erfolgreich. Mal hier, mal da ein paar Tausend Euro. Aber er konnte sich Eines rühmen: Er war nie erwischt worden. Er war so geschickt, dass er nie Spuren hinterließ, nicht ein einziges Mal. Bisher hatte es nie gereicht, seinen Traum zu erfüllen. Sein Traum … ja … er hatte immer danach gestrebt. Einen Deal – so nannte er seine Überfälle – zu landen, der es ihm ermöglichen würde, ein schönes Leben zu führen. Gar nicht so anspruchsvoll. Einfach nur in einem schönen Haus auf dem Land leben und das Dasein genießen. Und doch, eines Tages hatte es tatsächlich funktioniert. Dieser Tag hatte nun sein Leben verändert.

An einem verregneten Herbsttag des letzten Jahres war sein Geld mal wieder knapp geworden. So überlegte Kelly einen neuen Deal. Zufälligerweise hatte in der Metropole eine neue Bank eröffnet. Sie residierte in einem uralten Gebäude, welches auf eine ehrbare Geschichte zurückblicken konnte und schon so manches erfolgreiche Unternehmen beherbergt hatte. Kelly überlegte, dass es sich um eine gute Bank handeln müsse. Er hatte zudem irgendwie das Gefühl, die Sicherheitsmaßnahmen würden unter Umständen nicht ganz optimal sein. Es schien ihm so, dass es gar nicht so einfach sein würde, in einem alten Gebäude alles auf den neuesten Stand zu bringen. Irgendetwas hatte man übersehen. Dazu kam, dass ihn sein Gefühl noch nie im Stich gelassen hatte.

Am Monatsende, so der Plan, würde sich aller Vorsicht nach eine gewisse Menge an Bargeld in der Bank befinden. Dies war immer so. Dementsprechend sollte der Deal am Monatsultimo stattfinden. Der Tag kam und der Deal gelang. Es war tatsächlich so, dass Kelly durch sein untrügliches Gespür, die entscheidende Schwachstelle der Sicherheitssysteme herausgefunden und für sich ausgenutzt hatte. Was Kelly nicht wusste, war, dass ausgerechnet an diesem Tag die Bank eine Bargeldversorgung anliegender Einzelhandelsketten durchführen wollte. Umso größer war seine Überraschung als er abends das Geld zählte, welches er erbeutet hatte. Es waren sage und schreibe 20 Millionen Euro. Er konnte es nicht fassen. Das war der, nein DER Deal seines Lebens.

In den nächsten Tagen verfolgte er gespannt die Nachrichten. Der Deal hatte ein außerordentliches Medienecho hervorgerufen. Und es war wie immer: Es gab keinerlei Hinweise auf ihn. Er überlegte nun, wie er sein weiteres Leben gestalten wollte. Ihm war klar, dass er auf keinen Fall den Fehler begehen durfte, jetzt über die Strenge zu schlagen. Er musste ganz unauffällig weiterleben. Eine Sache allerdings realisierte er in den nächsten Tagen. Er mietete sich in einem netten, kleinen Haus auf dem Lande ein. Es war nicht besonders luxuriös, ein kleines aber gepflegtes Landhäuschen eben. Mehr nicht.

So kam es, dass Kelly einen seiner größten Träume realisiert hatte. Zwei Jahre später wohnte er immer noch dort. Nicht ein einziges Mal war die Polizei, oder ein anderer Ermittler auch nur in seine Nähe geraten. Er hatte es durch sein geschicktes Vorgehen tatsächlich geschafft.

An einem Sommerabend des gleichen Jahres bekam er einen Anruf von seinem besten Freund. Die beiden verabredeten sich für die kommende Woche. Die Woche verging schnell. Kelly und sein Freund trafen sich bei ihm an einem Freitagabend. Es war traumhaft schönes Wetter. Kein Wind bewegte die alten Eichen, die auf dem Grundstück des Landhäuschens eine Ewigkeit schon standen. Bei einem Stück Grillfleisch und Bier unterhielten sie sich lange. Kelly hatte in den vergangen Jahren oft über seinen Deal und seine Lebensweise nachgedacht. Da war etwas in ihm, was sein Glücksgefühl beeinträchtigte. Zwar nicht besonders stark, aber es war da. So beschloss Kelly seinem Freund seine Geschichte zu erzählen. Er konnte sich absolut sicher sein, dass sein Freund ihn niemals verraten oder gar erpressen würde.

Kelly erzählte seine Geschichte. Er erzählte lange und sein Freund hörte ihm zu. Während er erzählte wurde ihm klar, dass es ihm nun besser ging. Weiterhin erkannte auch, was ihn bisher an seinem vollkommenen Glück gehindert hatte. Er hatte nun jemanden gefunden, dem er sich anvertraut hatte. Er schloss mit folgenden Worten: „Eines kannst Du Dir gewiss sein: ich habe erkannt, dass ich Unrecht getan habe. Ich habe anderen Menschen etwas weggenommen, was nicht mir gehörte. Das ist irgendwo nicht gerecht. Aber eines weiß ich genau und das habe ich für mich beschlossen: Ich werde, egal was andere Menschen tun, so etwas nie wieder machen. Und ich habe noch etwas zu tun…“

10 Monate später…

Der Freund von Kelly, der übrigens Max heißt, ist immer noch ein kleiner Angestellter eines größeren Unternehmens. An einem unbedeutenden Tag saß er an seinem Schreibtisch und hörte, wie immer die Nachrichten des laufenden Tages. Eine Nachricht fiel ihm auf. Er legte seinen Stift aus der Hand und lauschte gespannt. Die Nachricht beschrieb einen spektakulären Fund. Sicherheitskameras hatten aufgezeichnet, wie ein offenbar dunkelgekleideter Mann mit einem Rucksack auf seinem Rücken eine Bank betreten hatte. Nach dem Verlassen der Bank fehlte der Rucksack. Minuten später fanden ihn Bankangestellte. Dieser enthielt neben 17 Millionen EURO einen Brief an die Bank. In diesem entschuldigte sich der anonyme Mann für einen Bankraub, der vor einigen Jahren hier verübt worden war und niemals aufgeklärt werden konnte. Weiter sprach der Mann sein Bedauern darüber aus, dass er die vollständige Summe nicht zurückgegeben könne, da ihm hierzu die Mittel fehlen. Weiterhin, so der Nachrichtensprecher, gäbe es nicht die geringsten Hinweise darauf, wer dieser Mann sei.

Am folgenden Wochenende…

Max saß mit seiner Frau am Sonntagmorgen bei einem gewöhnlichen Frühstück. Es gab Eier mit Speck, frische Brötchen und Kaffee. Wie an jedem Wochenende in dem Leben dieser beiden, lief das Fernsehen. Eine belanglose Kochsendung störte die Ruhe. Max interessierte sich nicht dafür und so kam es, dass er mit seiner Frau über Kelly sprach. Er hatte lange, ja eigentlich bis heute darüber nachgedacht, was der letzte Satz von Kelly an diesem Sommerabend wohl zu bedeuten hatte.

Max sprach noch lange Zeit mit seiner Frau über diese Geschichte. Auch Jahre später kam dieses Thema immer wieder vor. Beide fragten sich oft, warum Kelly nicht einfach so weitergelebt hat. Warum hatte er das Geld zurückgegeben? Sie fanden nie eine Antwort…

Kelly lebt seit den Tagen seiner spektakulären Geldrückgabe in einer kleinen Wohnung am Rande der Stadt. Er ist Taxifahrer. Taxifahrer aus Leidenschaft. Er denkt nur noch selten an seine Bankräubervergangenheit. Manchmal bedauert er noch, dass er nicht in der Lage war, alles zurückzugeben. Sein Gewissen war immer noch ein wenig belastet. Aber sein täglicher Job, anderen Menschen einfach nur zu helfen und sei es, sie von einem Ort zu anderen zu fahren, machte es ein wenig wett.

Viel später …

Kelly starb mit 89 Jahren in einem kleinen Landhäuschen auf seinem Schaukelstuhl. Es geschah an einem Freitagabend eines wunderbaren Sommers. Sein starrer Blick war auf uralte Eichen gerichtet, deren Blätter sich leicht im Wind bewegten. Sein Hausarzt schrieb auf seinen Totenschein als Todesursache: Gestorben an Altersschwäche.

 
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Verfasst von - 17/01/2013 in Geschichte, Lyriks

 

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Das Disclosure Project. In Deutschland so gut, wie unbekannt, oder nicht?

Um eines vorweg zu sagen: Es geht mir mit dem unten dargestellten Link nicht darum, zu zeigen, dass es UFOs etc. gibt. Wobei, die Definition von UFO ist nur ‚unbekanntes Flugobjekt‘. Diese gibt es sicherlich. Also müsste ich genauer formulieren in dem ich sage, UFOs als Resultat außerirdischen Lebens.

Es geht mir eher darum, dass ich einfach nichts von dieser Pressekonferenz in Deutschland mitbekommen habe. Wenn sich irgendein dahergelaufener Prommi verschluckt, ist dies schon eine Pressemeldung wert. Vom Disclosure Project? Nichts. Zumindest bei mir nichts und ich las und lese viel Nachrichten.

Youtube-Video:

Noch etwas in diesem Zusammenhang: Die gescheiterte Phobos 2 Marsmission. Hiervon wusste ich durch die Medien in Deutschland. Ich kann mich sogar gut daran erinnern, da bereits damals merkwürdig viele Marsmissionen gescheitert waren. Aber weiter habe ich nicht darüber nachgedacht. Zu Weihnachten 2012 bekomme ich nun ein Buch geschenkt. In diesem Buch wird auf die unten dargestellte Story verwiesen. Das erstaunliche ist auch hier, dass es in astronomischen Fachzeitschriften und deren Archiven keine Hinweise darauf gibt, dass die Sonde kurz vor ihrem Aus noch Bilder gesendet hat, die einigermaßen spektakulär sind.

Youtube-Video:

Ich denke, jeder sollte einmal reflektieren, was uns durch die Medien dargestellt wird. Kann es sein, dass es in unserer Demokratie mit Pressefreiheit etc. nur um Manipulation geht; und zwar Manipulation von uns, damit wir nicht erfahren, was wirklich vor sich geht?! Ich hoffe, ich liege falsch.

Aktuell zu Phobos-Grunt: http://www.astronews.com/news/artikel/2012/01/1201-011.shtml,

http://www.stern.de/wissen/absturz-von-phobos-raumsonde-bei-chile-erwartet-1773761.html

Medienmeldungen zu “Leben im Universum”: Kölner Stadtanzeiger: http://www.ksta.de/html/artikel/1326285631433.shtml, Spiegel: http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/0,1518,808706,00.html

NASA korrigiert Kurs; http://www.20min.ch/wissen/news/story/NASA-bringt-Mars-Sonde-auf-Kurs-21960118

Jupiter Mond Europa: http://www.n-tv.de/wissen/See-auf-Jupitermond-entdeckt-article4793971.html

Marsmissionen von Außen sabotiert? http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/0,1518,809228,00.html,  http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/0,1518,808273,00.html sowie http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=2960168

 

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Wicked Game by ‘another’ Chris Isaak

 

und noch einer:

 
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Verfasst von - 19/04/2011 in Geschichte, Lyriks

 

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Ein Scherz? Flugzeug von legendärem Flight 19 vor Tokio gefunden

Heute, am 1. April 2011 ist um 0.07 Uhr folgende Nachricht auf astropage.eu veröffentlicht worden. Es handelt sich um einen sehr aufwendig erstellten Aprilscherz… oder?

Kernaussage: Eine Maschine vom berüchtigten Flug 19 ist 12.000 km von Florida im Teufelsmeer südlich von Tokio gefunden worden. Diese Maschinen hatten jedoch damals nicht so eine Reichweite (<4.300 km). Also, wie kam sie da hin?

(Bildquelle: WIKIPEDIA Copyright)

Das Teufelsmeer gilt ebenso, wie das Bermuda Dreieck als Ort, an dem rätselhafte Vorgänge stattfinden.

Originalquelle: astropage.eu vom 1. April 2011

“Es gehört zu den rätselhaftesten Vorfällen im berühmt-berüchtigten Bermuda-Dreieck: Das spurlose Verschwinden von Flight 19, einer Gruppe von fünf Torpedobombern der US Navy, am 5. Dezember 1945 irgendwo vor der Ostküste Floridas. Eine sofort gestartete Suchaktion blieb erfolglos. Die Entdeckung eines Wracks dieses Geschwaders könnte jetzt einige Fragen über die damaligen Ereignisse beantworten – und noch viel kompliziertere Fragen aufwerfen.
Flight 19 startete am 5. Dezember 1945 um 14:10 Uhr …”
  bitte lesen Sie weiter auf: astropage.eu vom 1. April 2011

 
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Verfasst von - 01/04/2011 in Geschichte, News

 

„Daran ist der Mensch schuld“

Originalquelle dieses Interviews: Zeit Online im März 2011

Einer der wenigen, noch lebenden Zeitzeugen des Atombombenabwurfs auf Hiroshima beschreibt nicht nur, was damals geschah, sondern erklärt auch das Verhalten von Japanern in der heutigen Zeit. Dies ist für mich ein sehr wertvolles Interview. Mit den wenigen Worten spannt sich ein Bogen von Hiroshima zu Fukushima. Auch der Schrecken, den dieser Mann erlebt hat, wird durch die nüchterne Darstellung transparent. Vielleicht noch mehr, als durch die sensationsdarstellungsgeprägten Medien von heute.

Er saß in Hiroshima in der Schule, als die Atombombe fiel. Hideto Sotobayashi spricht über das Unglück, seine Folgen, unbegründete Angst vor Verstrahlung und Fukushima.

ZEIT: Herr Sotobayashi, wie verfolgen Sie die Katastrophe in Japan?

Hideto Sotobayashi: Im Internet, in japanischen Zeitungen und im Fernsehen natürlich. Als ich die Bilder von Kindern sah, die auf radioaktive Strahlung untersucht werden, von Menschen, die ihre Kleidung ablegen mussten, weil die Geigerzähler zu hohe Messwerte anzeigten, fürchtete ich, dass den Opfern heute dasselbe passiert wie mir und den vielen anderen damals: Sie werden geächtet.

ZEIT: Was meinen Sie damit?

Sotobayashi: Viele Leute denken, dass Menschen, die einmal radioaktiver Strahlung ausgesetzt waren, ansteckend sind. Sie werden gesellschaftlich isoliert.

ZEIT: Ist Ihnen das selbst so ergangen?

Sotobayashi: Mein Bruder drängte bis vor wenigen Jahren darauf, ein Geheimnis daraus zu machen, dass ich in Hiroshima war, als die Atombombe fiel. Dabei ist er Arzt. Er müsste doch wissen, dass die Befürchtungen irrational sind. Er sorgte sich darum, dass seine Kinder Schwierigkeiten bekämen, einen Ehepartner zu finden mit einem Onkel wie mir. Deshalb wollte er auch nicht, dass der Name unserer Mutter in der Gedenkstätte der Atombombenopfer in Hiroshima angebracht wurde. „Warte wenigstens, bis meine Kinder verheiratet sind“, sagte er. Ich habe 60 Jahre lang gewartet, ihm zuliebe.

ZEIT: 35 Prozent des Stroms wird in Japan in Atomkraftwerken erzeugt. Haben Sie eine Erklärung dafür, warum Japan, das wie kein anderes Land die Zerstörungskraft der Kernspaltung erlebt hat, bei der Energieversorgung so stark auf Atomkraft gesetzt hat?

Sotobayashi: Die Japaner trennen seltsamerweise die militärische und die friedliche Nutzung voneinander, obwohl ich friedlich für den falschen Begriff halte, wenn man sieht, was gerade passiert ist. Es gab in Japan starke Vorbehalte gegen die Verbreitung der Atombombe. Doch die Atomkraft zur Stromerzeugung zu nutzen, nahmen die Menschen einfach hin. Meine Schwester zum Beispiel, sie ist wie ich gegen Atomwaffen. Aber ihr Mann ist im Aufsichtsrat einer Elektrizitätsgesellschaft. Und was sagt meine Schwester? „Pass bitte auf, was du in Gegenwart deines Schwagers sagst. Der hat das nicht gern, wenn du über die Atomkraft schimpfst.“

ZEIT: Ihre Geschwister leben noch in Japan. Waren sie von der Katastrophe jetzt betroffen?

Sotobayashi: Nein. Meine Schwester lebt in Hiroshima und mein Bruder in Kyoto, weit weg von der Krisenregion. Einige meiner Neffen wohnen mit ihren Familien in Tokio. Sie gehen ganz normal zur Arbeit. Es gibt Menschen, die die Stadt bereits verlassen haben. Aber wer kann das schon? Eigentlich nur ältere Leute, die pensioniert sind. Wer Arbeit in Tokio hat, gibt die nicht einfach auf.

ZEIT: Sie engagieren sich seit Jahren für die Abschaffung von Atomwaffen, treten in japanischen und deutschen Schulen auf. Warnen Sie dort auch vor Atomkraftwerken?

Sotobayashi: Atomkraft war nicht mein Thema. Erst in den vergangenen Wochen habe ich mich wirklich intensiv damit befasst. Ein Bekannter hat mir einen Bericht eines japanischen Ingenieurs zugesandt, der 20 Jahre in einem Atomkraftwerk gearbeitet hat und dann an Krebs gestorben ist. Es ist ja nicht so, dass die Leute neben einem Kraftwerk, in dem vermeintlich alles reibungslos funktioniert, keinen gesundheitlichen Risiken ausgesetzt sind. Das Interessante an dem Bericht des Ingenieurs war, dass selbst vor dem Unfall von Fukushima die Menschen im Umkreis von Atomkraftwerken einer Ächtung ausgesetzt waren. Er berichtet von einer jungen Frau, die sich in Tokio verlobt hatte, und die Familie des Verlobten hatte die Hochzeit platzen lassen, weil sie sich davor fürchtete, die Frau könne keine gesunden Kinder zur Welt bringen.

ZEIT: Ist diese „Ächtung“ typisch für Japan?

Sotobayashi: Es gibt Deutsche, die gehen mit dem Thema ebenso irrational um. In Potsdam steht eine Gedenkstätte für die Opfer des Atombombenabwurfs, dort sind zwei Steine eingelassen, einer aus Hiroshima, einer aus Nagasaki. Die Steine sollten weg, weil die Leute Angst hatten, die seien verstrahlt. Dabei waren sie vorher in der Universität in Hiroshima untersucht worden. Die waren völlig ungefährlich.

ZEIT: Sie waren 16 Jahre alt, als die Atombombe auf Hiroshima fiel …

Sotobayashi: … am 6. August 1945 um 8 Uhr 15, ja. Normalerweise hätte ich in dem Alter beim Arbeitsdienst sein müssen, aber ich hatte eine Prüfung bestanden und durfte auf die Elite-Schule gehen. Also saß ich um diese Zeit im Klassenzimmer, wir hatten gerade Chemie. Es war Sommer, ein heller Tag, und trotzdem, Sie müssen sich das vorstellen, als ob jemand plötzlich das Licht einschaltet, ein Licht, das sich in den Gesichtern spiegelte. Dann kam der Donner.

ZEIT: Haben Sie den Atompilz gesehen?

Sotobayashi: Nein, mir wurde schwarz vor Augen, und ich war sofort ohnmächtig. Erst langsam bin ich wieder zu mir gekommen. Über mir fiel Licht durch ein Loch, und ich habe mich selbst befreien können. Sämtliche Gebäude um die Schule herum, wir waren etwa anderthalb Kilometer vom Zentrum der Detonation entfernt, waren eingestürzt, und zwischen den Trümmern brannte es. Ich hörte einen Hilferuf, mein Freund Komyo, er war eingeklemmt. Ich konnte ihn rausziehen. Sein Kopf blutete, ein Ohr war fast abgerissen und hing an der Seite herunter. Ich bin mit ihm zu mir nach Hause, was nicht so einfach war. Mein Elternhaus war einen Kilometer entfernt und dazwischen lagen zwei Flüsse. Alle Brücken waren zerstört. Komyo konnte gehen, aber nicht schwimmen. Ich habe ein Boot gesucht und ihn damit durch den Fluss gezogen.

ZEIT: Wo befanden sich Ihre Eltern zum Zeitpunkt der Detonation?

Sotobayashi: Mein Vater war zu Hause. Zum Glück. Sonst wäre unser Haus bestimmt auch abgebrannt. Die Futons hingen wie jeden Morgen zum Lüften aus dem Fenster und haben sofort Feuer gefangen. Er konnte sie gleich löschen.

ZEIT: Was ist aus Ihrem Freund geworden?

Sotobayashi: Er fuhr noch in seinen Heimatort. Ich habe gehört, dass er dort später gestorben ist. Mein Vater und ich sind aber sofort wieder los …

ZEIT: … um Ihre Mutter zu suchen?

Sotobayashi: Das hätten wir gern. Aber wir hatten einen Gast, Okimasu, einen Jungen in meinem Alter. Und wenn man die Verantwortung für einen Gast hat, dann muss man sich zuerst um den kümmern. So ist das in Japan. Wir haben auch ihn gefunden, nur etwa 600 Meter vom Epizentrum entfernt.

ZEIT: Hat er überlebt?

Sotobayashi: Wer sich dort befand, hatte nur sehr geringe Chancen. Wir sahen Menschen, denen hing die Haut in Fetzen vom Leib. An einer Brücke führte eine Treppe zum Fluss hinunter, überall lagen Menschen, auf den Stufen, am Ufer. Ich dachte, sie seien alle tot, aber als ich näher kam, haben sie nach meinen Beinen gegriffen. Manche haben um Wasser gebeten, manche wollten nur sagen, wer sie sind, und dass ich ihren Angehörigen von ihnen berichten soll. Im Wasser fand ich dann auch Okimasu. Wir haben seine Leiche mit nach Hause genommen, damit wir sie seinen Eltern übergeben konnten.

ZEIT: Und Ihre Mutter?

Sotobayashi: Das schlimme war: Wir hatten keine Ahnung, wo wir suchen sollten. Sie war beim Arbeitsdienst, der damit beschäftigt, Brandschneisen zu schlagen. So hoffte man im Falle eines Bombenangriffs den Feuersturm aufzuhalten. Meine Schwester hat sich später schwere Vorwürfe gemacht.

ZEIT: Was hatte Ihre Schwester damit zu tun?

Sotobayashi: Sie war erst zehn und wie viele andere Kinder aufs Land evakuiert worden. Meine Mutter hat sie besucht. Weil meine Schwester so klein war, hat sie gebettelt: Bleib doch noch einen Tag! Deshalb kam meine Mutter zu spät zum Arbeitsdienst. Sonst wäre sie an diesem Tag auch zu Hause gewesen. Manchmal macht sich meine Schwester heute immer noch Vorwürfe.

ZEIT: Sie haben Ihre Mutter nicht gefunden?

Sotobayashi: Doch, im Rot-Kreuz-Krankenhaus. Das war ein enormer Zufall, dass uns das in diesem Durcheinander gelungen ist. Sie sah eigentlich unversehrt aus, oberflächlich war keine Wunde zu sehen. Aber sie konnte sich nicht mehr bewegen. Wir haben sie auf einem Fahrradanhänger nach Hause gebracht. Drei Tage später ist sie mit 35 Jahren gestorben, am 9. August, dem Tag, als die Bombe auf Nagasaki fiel.

ZEIT: Sie sagten, Ihre Mutter sei äußerlich unverletzt gewesen. Sind denn in diesen drei Tagen Krankheitssymptome aufgetreten?

Sotobayashi: Erst sind ihr die Haare ausgefallen, dann fing das Zahnfleisch an zu bluten, die Zähne wurden locker. Wir haben ihr einen Sarg gezimmert und sie nach buddhistischem Ritual auf dem Feld hinter unserem Haus verbrannt. Bei aller Trauer war es ein Glück, dass wir sie gefunden hatten. Das ist mehr, als viele Menschen heute in Sendai oder Fukushima haben, wo der Tsunami ganze Dörfer weggerissen hat. So sah Hiroshima auch aus, eine Trümmerwüste. Wer Abschied von seinen Angehörigen nehmen kann, der hat Glück.

ZEIT: Wird es Japanern anerzogen, in der schlimmsten Katastrophe eine stoische Haltung zu bewahren?

Sotobayashi: Vielleicht ist es so, dass die Menschen in Europa glauben, mit der Technik die Natur beherrschen zu können. In Asien ist die Natur stark: Dort gibt es Taifune, Erdbeben, Tsunamis. Eine zehn Meter hohe Welle, das ist Schicksal. Man muss sich damit abfinden und alles wieder aufbauen. Aber Hiroshima und Fukushima sind keine Naturkatastrophen. Daran ist der Mensch schuld.

ZEIT: Als Ihre Mutter starb, wussten Sie, was für eine Art Bombe da auf Sie abgeworfen worden war?

Sotobayashi: Nein, nur dass es eine außerordentlich starke Bombe gewesen sein musste. Ich dachte zuerst, mein Gott, die muss ganz in meiner Nähe runtergekommen sein. Nur, so empfand jeder in Hiroshima, egal, wo er sich befand. Schon bald gab es Gerüchte, was da im Gange ist. Vielen sind ja die Haare ausgefallen, mir auch. Und auch mir hat das Zahnfleisch geblutet. Wir wussten damals nichts von radioaktiven Strahlen, manche sagten, wir müssten hier weg, man könnte für die nächsten 75 Jahre nicht mehr in Hiroshima leben. Das waren keine offiziellen Meldungen. Im Grunde war es ein bisschen wie heute: Die Leute in der Umgebung von Fukushima wissen auch nicht, was wird.

ZEIT: Wie lange hielt das Sterben an?

Sotobayashi: Ungefähr bis Ende August würde ich sagen. Doch es gab auch danach Opfer. Mein Vater starb nach 20 Jahren an Magenkrebs. Das führe ich auf die radioaktive Strahlung zurück. Bei mir hat man vor etlichen Jahren einen Darmtumor festgestellt. Er wurde rechtzeitig erkannt. Ich habe wie alle Hiroshimaopfer ein Heft, das berechtigt mich alle zwei Jahre zu einer Untersuchung in Hiroshima.

ZEIT: Wer galt denn als Hiroshimaopfer?

Sotobayashi: Man zog einen Radius, wer drin war, bekam dieses Heft. Was ich für falsch halte, genau wie heute für Fukushima gilt: Man kann nicht einfach eine Linie ziehen. Strahlung verbreitet sich nicht so homogen. Es war auch nicht nur die Entfernung, die darüber entschied, ob man erkrankte oder nicht.

ZEIT: Die Gegend um das Kraftwerk von Fukushima wurde geräumt. Warum wurde Hiroshima nicht auch aufgegeben und für unbewohnbar erklärt?

Sotobayashi: Ich bin kein Mediziner, ich glaube jedoch, das können Sie nicht vergleichen. Um Fukushima wird die Gegend seit Wochen rund um die Uhr bestrahlt. In Hiroshima war die Exposition zwar sehr stark, aber auch extrem kurz. Außerdem gab es auch kein Interesse daran, die Stadt zu evakuieren. Japan kam unter amerikanische Besatzung, und die Amerikaner hatten eher ein Interesse daran, dass das Leben in Hiroshima weitergeht. Das war ein interessantes Experiment. Uns wurde Blut abgenommen, behandelt wurden wir nicht. Erst als die Amerikaner auf dem Bikini-Atoll ihre Atomtests zündeten, erfuhren wir, welche Bombe auf uns abgeworfen worden war. Aber die Daten, die die Amerikaner gesammelt haben, werden Sie in Japan nicht finden.

ZEIT: Die Feuerwehrleute heute in Fukushima wissen, welches Risiko sie eingehen. Sind das für Sie Helden?

Sotobayashi: Ja, vielleicht. Vielleicht hat man sie auch einer Art Gehirnwäsche unterzogen oder unter Druck gesetzt. Waren die Kamikazeflieger Helden, die sich mit ihren Flugzeugen auf den Gegner geworfen haben? Ich bin in jener Zeit groß geworden, gehöre also noch der alten Generation an, in der Japan streng hierarchisch aufgebaut war. Ich habe nie so gedacht. Deshalb sind wir ja in jungen Jahren rausgegangen, ich nach Deutschland, andere nach Amerika, um zu lernen, wie es die anderen machen. Manchmal habe ich den Eindruck, unsere Jugend ist bequem geworden, die bleiben lieber zu Hause, als irgendwo hinzugehen, wo sie die Leute nicht gleich verstehen.

ZEIT: Sie sprechen heute vor Schülern über Ihre Erlebnisse damals. Reagiert die junge Generation heute sensibel auf die Gefahren der Atomkraft?

Sotobayashi: In Japan fragen die Schüler, wer Schuld hat. Ihrer Ansicht nach sind die Amerikaner Schuld. Die deutschen Schüler reagieren viel emotionaler. Die fragen, wie es kommen konnte, dass Menschen einander so etwas antun. Sie wollen wissen, wo ich den Mut hergenommen habe, noch mal in die Stadt zu gehen und meine Mutter zu suchen. Ich war nicht mutig. Meine Eltern wollten, dass ich Mediziner werde. Das konnte ich nicht, weil ich kein Blut mehr sehen kann. Ich hasse es, Blut zu sehen. Deshalb bin ich Chemiker geworden.

ZEIT: Ihr Fachgebiet ist die physikalische Chemie.

Sotobayashi: Ich wollte eigentlich auch nie wieder etwas mit radioaktiver Strahlung zu tun haben. Das ist mir nicht ganz gelungen. Ich habe in Dahlem mit „Bessy“ gearbeitet, dem Teilchenbeschleuniger. Da hatten wir mit Röntgenstrahlen zu tun. Doch das ist recht kompliziert zu erklären. Es war Grundlagenforschung für neue Materialien.

ZEIT: Sie haben am Fritz-Haber-Institut gearbeitet, wo Otto Hahn an der Kernspaltung geforscht hat.

Sotobayashi: Ja, und ich habe in den 50er Jahren Lise Meitner kennen gelernt. Keiner von beiden dachte daran, die Bombe zu bauen. Die beiden betrieben Grundlagenforschung, das entspricht der menschlichen Neugier. Die Anwendung ist keine Frage der Wissenschaft mehr, sondern eine Frage der Moral, der Ethik und der Politik.

ZEIT: Es war Albert Einstein, der die Amerikaner aufgefordert hat, die Bombe zu entwickeln.

Sotobayashi: Ja, weil er eine wirksame Waffe gegen Nazideutschland wollte. Später hat er nicht mehr mitgemacht. Er wurde benutzt.

ZEIT: Sie meinen, Grundlagenforschung ist unschuldig.

Sotobayashi: Ich weiß, das klingt nach einem Widerspruch. Und trotzdem, ich glaube daran.“

 

 

Wissenschaftsgeschichte: Braunmaler gegen Grauwäscher – Politische Bücher – Politik – FAZ.NET

Wissenschaftsgeschichte: Braunmaler gegen Grauwäscher – Politische Bücher – Politik – FAZ.NET

These: Wissenschaftler in der NS-Zeit sind deshalb zu Nationalsozialisten geworden, weil sie es schon immer waren. Und sie seien es auch danach geblieben.

Ich denke, dass dies zu einfach ist. Das gesamte Phänomen dieser Zeit kann nicht mit simplifizierenden Analysen erfasst werden. Selbst die Machtergreifung Hitlers ist derart kompliziert, dass die These, Hitler sei ein guter Demagoge gewesen, der das Volk verblendet hat, nur begrenzt zutrifft. Hierzu empfehle ich Ian Kershaw -Hitler- zu lesen. Dieser arbeitet die Komplexität dieses Themas heraus, ohne vereinfachende Erklärungen vorzuschlagen.

 

27. Februar 1933: Reichstagsbrand – Medien – Jahrestage – Video – FAZ.NET

Es ist wahrscheinlich, aber bis heute nicht klar bewiesen, dass damals die Nationalsozialisten den Reichstag selbst angezündet haben.

27. Februar 1933: Reichstagsbrand – Medien – Jahrestage:  Link zum Video:  FAZ.NET.

 
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Verfasst von - 27/02/2011 in Geschichte

 
 
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