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Zwei Bankräubergeschichten …

(1)

Kelly ist und war immer schon ein Bankräuber. Seine erste Bank hatte er bereits mit 20 Jahren überfallen. Heute ist er 39 Jahre alt. Zugegeben, seine Raubzüge waren allesamt nicht so ganz erfolgreich. Mal hier, mal da ein paar Tausend Euro. Aber er konnte sich Eines rühmen: Er war nie erwischt worden. Er war so geschickt, dass er nie Spuren hinterließ, nicht ein einziges Mal. Bisher hatte es nie gereicht, seinen Traum zu erfüllen. Sein Traum … ja … er hatte immer danach gestrebt. Einen Deal – so nannte er seine Überfälle – zu landen, der es ihm ermöglichen würde, ein schönes Leben zu führen. Gar nicht so anspruchsvoll. Einfach nur in einem schönen Haus auf dem Land leben und das Dasein genießen. Und doch, eines Tages hatte es tatsächlich funktioniert. Dieser Tag hatte nun sein Leben verändert.

An einem verregneten Herbsttag des letzten Jahres war sein Geld mal wieder knapp geworden. So überlegte Kelly einen neuen Deal. Zufälligerweise hatte in der Metropole eine neue Bank eröffnet. Sie residierte in einem uralten Gebäude, welches auf eine ehrbare Geschichte zurückblicken konnte und schon so manches erfolgreiche Unternehmen beherbergt hatte. Kelly überlegte, dass es sich um eine gute Bank handeln müsse. Er hatte zudem irgendwie das Gefühl, die Sicherheitsmaßnahmen würden unter Umständen nicht ganz optimal sein. Es schien ihm so, dass es gar nicht so einfach sein würde, in einem alten Gebäude alles auf den neuesten Stand zu bringen. Irgendetwas hatte man übersehen. Dazu kam, dass ihn sein Gefühl noch nie im Stich gelassen hatte.

Am Monatsende, so der Plan, würde sich aller Vorsicht nach eine gewisse Menge an Bargeld in der Bank befinden. Dies war immer so. Dementsprechend sollte der Deal am Monatsultimo stattfinden. Der Tag kam und der Deal gelang. Es war tatsächlich so, dass Kelly durch sein untrügliches Gespür, die entscheidende Schwachstelle der Sicherheitssysteme herausgefunden und für sich ausgenutzt hatte. Was Kelly nicht wusste, war, dass ausgerechnet an diesem Tag die Bank eine Bargeldversorgung anliegender Einzelhandelsketten durchführen wollte. Umso größer war seine Überraschung als er abends das Geld zählte, welches er erbeutet hatte. Es waren sage und schreibe 20 Millionen Euro. Er konnte es nicht fassen. Das war der, nein DER Deal seines Lebens.

In den nächsten Tagen verfolgte er gespannt die Nachrichten. Der Deal hatte ein außerordentliches Medienecho hervorgerufen. Und es war wie immer: Es gab keinerlei Hinweise auf ihn. Er überlegte nun, wie er sein weiteres Leben gestalten wollte. Ihm war klar, dass er auf keinen Fall den Fehler begehen durfte, jetzt über die Strenge zu schlagen. Er musste ganz unauffällig weiterleben. Eine Sache allerdings realisierte er in den nächsten Tagen. Er mietete sich in einem netten, kleinen Haus auf dem Lande ein. Es war nicht besonders luxuriös, ein kleines aber gepflegtes Landhäuschen eben. Mehr nicht.

So kam es, dass Kelly einen seiner größten Träume realisiert hatte. Zwei Jahre später wohnte er immer noch dort. Nicht ein einziges Mal war die Polizei, oder ein anderer Ermittler auch nur in seine Nähe geraten. Er hatte es durch sein geschicktes Vorgehen tatsächlich geschafft.

An einem Sommerabend des gleichen Jahres bekam er einen Anruf von seinem besten Freund. Die beiden verabredeten sich für die kommende Woche. Die Woche verging schnell. Kelly und sein Freund trafen sich bei ihm an einem Freitagabend. Es war traumhaft schönes Wetter. Kein Wind bewegte die alten Eichen, die auf dem Grundstück des Landhäuschens eine Ewigkeit schon standen. Bei einem Stück Grillfleisch und Bier unterhielten sie sich lange. Kelly hatte in den vergangen Jahren oft über seinen Deal und seine Lebensweise nachgedacht. Da war etwas in ihm, was sein Glücksgefühl beeinträchtigte. Zwar nicht besonders stark, aber es war da. So beschloss Kelly seinem Freund seine Geschichte zu erzählen. Er konnte sich absolut sicher sein, dass sein Freund ihn niemals verraten oder gar erpressen würde.

Kelly erzählte seine Geschichte. Er erzählte lange und sein Freund hörte ihm zu. Während er erzählte wurde ihm klar, dass es ihm nun besser ging. Weiterhin erkannte er auch, was ihn bisher an seinem vollkommenen Glück gehindert hatte. Er hatte nun jemanden gefunden, dem er sich anvertraut hatte. Er schloss mit folgenden Worten: „Eines kannst Du Dir gewiss sein: ich habe erkannt, dass ich Unrecht getan habe. Ich habe anderen Menschen etwas weggenommen, was nicht mir gehörte. Das ist irgendwo nicht gerecht. Aber eines weiß ich genau und das habe ich für mich beschlossen: Ich werde, egal was andere Menschen tun, so etwas nie wieder machen.“

10 Jahre später…

Der Freund von Kelly, der übrigens Max heißt, ist immer noch ein kleiner Angestellter eines größeren Unternehmens. An einem unbedeutenden Tag saß er an seinem Schreibtisch und hörte, wie immer, die Nachrichten des laufenden Tages. Eine Nachricht fiel ihm auf. Er legte seinen Stift aus der Hand und lauschte gespannt. Die Nachricht beschrieb einen spektakulären Banküberfall, bei dem 50 Millionen EURO erbeutet wurden. Max dachte sofort an Kelly. Er grinste in sich hinein und sinnierte, dass so ein Deal (so nannte Kelly ja seine Überfälle) zu Kelly passen würde. Gleichzeitig verwarf er jedoch diesen Gedanken vollständig, da er sich an den schönen Freitagabend damals in diesem wundervollen Sommer bei Kelly erinnerte. Kellys Worte hatten ihn beeindruckt.

Am folgenden Wochenende…

Max saß mit seiner Frau am Sonntagmorgen bei einem gewöhnlichen Frühstück. Es gab Eier mit Speck, frische Brötchen und Kaffee. Wie an jedem Wochenende in dem Leben dieser beiden, lief das Fernsehen. Eine belanglose Kochsendung störte die Ruhe. Max interessierte sich nicht dafür und so kam es, dass er die Sonntagszeitung aufblätterte. Was er dort sah verschlug ihm den Atem. Auf der zweiten Seite war ein Artikel abgebildet. Der spektakuläre Bankraub war aufgeklärt worden. Die Zeilen umrahmten das Bild eines Mannes, den Max gut kannte. Es war Kelly. Man hatte in seinem Haus 62 Millionen EURO sichergestellt.

Max sprach noch lange Zeit mit seiner Frau über diese Geschichte. Auch Jahre später kam dieses Thema immer wieder vor. Beide fragten sich oft, warum Kelly nicht einfach so weitergelebt hat, wie er es an dem Sommerabend gesagt hatte. Sie fanden nie eine Antwort…

In einem unspektakulären Verfahren wurde Kelly zu 20 Jahren Haft verurteilt. Er starb nach 4 Jahren Haft im Gefängnis. Die Todesursache war ein Rätsel für die untersuchenden Ärzte. Sie konnte nie aufgeklärt werden…

(2)

Kelly ist und war immer schon ein Bankräuber. Seine erste Bank hatte er bereits mit 20 Jahren überfallen. Heute ist er 39 Jahre alt. Zugegeben, seine Raubzüge waren allesamt nicht so ganz erfolgreich. Mal hier, mal da ein paar Tausend Euro. Aber er konnte sich Eines rühmen: Er war nie erwischt worden. Er war so geschickt, dass er nie Spuren hinterließ, nicht ein einziges Mal. Bisher hatte es nie gereicht, seinen Traum zu erfüllen. Sein Traum … ja … er hatte immer danach gestrebt. Einen Deal – so nannte er seine Überfälle – zu landen, der es ihm ermöglichen würde, ein schönes Leben zu führen. Gar nicht so anspruchsvoll. Einfach nur in einem schönen Haus auf dem Land leben und das Dasein genießen. Und doch, eines Tages hatte es tatsächlich funktioniert. Dieser Tag hatte nun sein Leben verändert.

An einem verregneten Herbsttag des letzten Jahres war sein Geld mal wieder knapp geworden. So überlegte Kelly einen neuen Deal. Zufälligerweise hatte in der Metropole eine neue Bank eröffnet. Sie residierte in einem uralten Gebäude, welches auf eine ehrbare Geschichte zurückblicken konnte und schon so manches erfolgreiche Unternehmen beherbergt hatte. Kelly überlegte, dass es sich um eine gute Bank handeln müsse. Er hatte zudem irgendwie das Gefühl, die Sicherheitsmaßnahmen würden unter Umständen nicht ganz optimal sein. Es schien ihm so, dass es gar nicht so einfach sein würde, in einem alten Gebäude alles auf den neuesten Stand zu bringen. Irgendetwas hatte man übersehen. Dazu kam, dass ihn sein Gefühl noch nie im Stich gelassen hatte.

Am Monatsende, so der Plan, würde sich aller Vorsicht nach eine gewisse Menge an Bargeld in der Bank befinden. Dies war immer so. Dementsprechend sollte der Deal am Monatsultimo stattfinden. Der Tag kam und der Deal gelang. Es war tatsächlich so, dass Kelly durch sein untrügliches Gespür, die entscheidende Schwachstelle der Sicherheitssysteme herausgefunden und für sich ausgenutzt hatte. Was Kelly nicht wusste, war, dass ausgerechnet an diesem Tag die Bank eine Bargeldversorgung anliegender Einzelhandelsketten durchführen wollte. Umso größer war seine Überraschung als er abends das Geld zählte, welches er erbeutet hatte. Es waren sage und schreibe 20 Millionen Euro. Er konnte es nicht fassen. Das war der, nein DER Deal seines Lebens.

In den nächsten Tagen verfolgte er gespannt die Nachrichten. Der Deal hatte ein außerordentliches Medienecho hervorgerufen. Und es war wie immer: Es gab keinerlei Hinweise auf ihn. Er überlegte nun, wie er sein weiteres Leben gestalten wollte. Ihm war klar, dass er auf keinen Fall den Fehler begehen durfte, jetzt über die Strenge zu schlagen. Er musste ganz unauffällig weiterleben. Eine Sache allerdings realisierte er in den nächsten Tagen. Er mietete sich in einem netten, kleinen Haus auf dem Lande ein. Es war nicht besonders luxuriös, ein kleines aber gepflegtes Landhäuschen eben. Mehr nicht.

So kam es, dass Kelly einen seiner größten Träume realisiert hatte. Zwei Jahre später wohnte er immer noch dort. Nicht ein einziges Mal war die Polizei, oder ein anderer Ermittler auch nur in seine Nähe geraten. Er hatte es durch sein geschicktes Vorgehen tatsächlich geschafft.

An einem Sommerabend des gleichen Jahres bekam er einen Anruf von seinem besten Freund. Die beiden verabredeten sich für die kommende Woche. Die Woche verging schnell. Kelly und sein Freund trafen sich bei ihm an einem Freitagabend. Es war traumhaft schönes Wetter. Kein Wind bewegte die alten Eichen, die auf dem Grundstück des Landhäuschens eine Ewigkeit schon standen. Bei einem Stück Grillfleisch und Bier unterhielten sie sich lange. Kelly hatte in den vergangen Jahren oft über seinen Deal und seine Lebensweise nachgedacht. Da war etwas in ihm, was sein Glücksgefühl beeinträchtigte. Zwar nicht besonders stark, aber es war da. So beschloss Kelly seinem Freund seine Geschichte zu erzählen. Er konnte sich absolut sicher sein, dass sein Freund ihn niemals verraten oder gar erpressen würde.

Kelly erzählte seine Geschichte. Er erzählte lange und sein Freund hörte ihm zu. Während er erzählte wurde ihm klar, dass es ihm nun besser ging. Weiterhin erkannte auch, was ihn bisher an seinem vollkommenen Glück gehindert hatte. Er hatte nun jemanden gefunden, dem er sich anvertraut hatte. Er schloss mit folgenden Worten: „Eines kannst Du Dir gewiss sein: ich habe erkannt, dass ich Unrecht getan habe. Ich habe anderen Menschen etwas weggenommen, was nicht mir gehörte. Das ist irgendwo nicht gerecht. Aber eines weiß ich genau und das habe ich für mich beschlossen: Ich werde, egal was andere Menschen tun, so etwas nie wieder machen. Und ich habe noch etwas zu tun…“

10 Monate später…

Der Freund von Kelly, der übrigens Max heißt, ist immer noch ein kleiner Angestellter eines größeren Unternehmens. An einem unbedeutenden Tag saß er an seinem Schreibtisch und hörte, wie immer die Nachrichten des laufenden Tages. Eine Nachricht fiel ihm auf. Er legte seinen Stift aus der Hand und lauschte gespannt. Die Nachricht beschrieb einen spektakulären Fund. Sicherheitskameras hatten aufgezeichnet, wie ein offenbar dunkelgekleideter Mann mit einem Rucksack auf seinem Rücken eine Bank betreten hatte. Nach dem Verlassen der Bank fehlte der Rucksack. Minuten später fanden ihn Bankangestellte. Dieser enthielt neben 17 Millionen EURO einen Brief an die Bank. In diesem entschuldigte sich der anonyme Mann für einen Bankraub, der vor einigen Jahren hier verübt worden war und niemals aufgeklärt werden konnte. Weiter sprach der Mann sein Bedauern darüber aus, dass er die vollständige Summe nicht zurückgegeben könne, da ihm hierzu die Mittel fehlen. Weiterhin, so der Nachrichtensprecher, gäbe es nicht die geringsten Hinweise darauf, wer dieser Mann sei.

Am folgenden Wochenende…

Max saß mit seiner Frau am Sonntagmorgen bei einem gewöhnlichen Frühstück. Es gab Eier mit Speck, frische Brötchen und Kaffee. Wie an jedem Wochenende in dem Leben dieser beiden, lief das Fernsehen. Eine belanglose Kochsendung störte die Ruhe. Max interessierte sich nicht dafür und so kam es, dass er mit seiner Frau über Kelly sprach. Er hatte lange, ja eigentlich bis heute darüber nachgedacht, was der letzte Satz von Kelly an diesem Sommerabend wohl zu bedeuten hatte.

Max sprach noch lange Zeit mit seiner Frau über diese Geschichte. Auch Jahre später kam dieses Thema immer wieder vor. Beide fragten sich oft, warum Kelly nicht einfach so weitergelebt hat. Warum hatte er das Geld zurückgegeben? Sie fanden nie eine Antwort…

Kelly lebt seit den Tagen seiner spektakulären Geldrückgabe in einer kleinen Wohnung am Rande der Stadt. Er ist Taxifahrer. Taxifahrer aus Leidenschaft. Er denkt nur noch selten an seine Bankräubervergangenheit. Manchmal bedauert er noch, dass er nicht in der Lage war, alles zurückzugeben. Sein Gewissen war immer noch ein wenig belastet. Aber sein täglicher Job, anderen Menschen einfach nur zu helfen und sei es, sie von einem Ort zu anderen zu fahren, machte es ein wenig wett.

Viel später …

Kelly starb mit 89 Jahren in einem kleinen Landhäuschen auf seinem Schaukelstuhl. Es geschah an einem Freitagabend eines wunderbaren Sommers. Sein starrer Blick war auf uralte Eichen gerichtet, deren Blätter sich leicht im Wind bewegten. Sein Hausarzt schrieb auf seinen Totenschein als Todesursache: Gestorben an Altersschwäche.

 
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Verfasst von - 17/01/2013 in Geschichte, Lyriks

 

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Das Disclosure Project. In Deutschland so gut, wie unbekannt, oder nicht?

Um eines vorweg zu sagen: Es geht mir mit dem unten dargestellten Link nicht darum, zu zeigen, dass es UFOs etc. gibt. Wobei, die Definition von UFO ist nur ‚unbekanntes Flugobjekt‘. Diese gibt es sicherlich. Also müsste ich genauer formulieren in dem ich sage, UFOs als Resultat außerirdischen Lebens.

Es geht mir eher darum, dass ich einfach nichts von dieser Pressekonferenz in Deutschland mitbekommen habe. Wenn sich irgendein dahergelaufener Prommi verschluckt, ist dies schon eine Pressemeldung wert. Vom Disclosure Project? Nichts. Zumindest bei mir nichts und ich las und lese viel Nachrichten.

Youtube-Video:

Noch etwas in diesem Zusammenhang: Die gescheiterte Phobos 2 Marsmission. Hiervon wusste ich durch die Medien in Deutschland. Ich kann mich sogar gut daran erinnern, da bereits damals merkwürdig viele Marsmissionen gescheitert waren. Aber weiter habe ich nicht darüber nachgedacht. Zu Weihnachten 2012 bekomme ich nun ein Buch geschenkt. In diesem Buch wird auf die unten dargestellte Story verwiesen. Das erstaunliche ist auch hier, dass es in astronomischen Fachzeitschriften und deren Archiven keine Hinweise darauf gibt, dass die Sonde kurz vor ihrem Aus noch Bilder gesendet hat, die einigermaßen spektakulär sind.

Youtube-Video:

Ich denke, jeder sollte einmal reflektieren, was uns durch die Medien dargestellt wird. Kann es sein, dass es in unserer Demokratie mit Pressefreiheit etc. nur um Manipulation geht; und zwar Manipulation von uns, damit wir nicht erfahren, was wirklich vor sich geht?! Ich hoffe, ich liege falsch.

Aktuell zu Phobos-Grunt: http://www.astronews.com/news/artikel/2012/01/1201-011.shtml,

http://www.stern.de/wissen/absturz-von-phobos-raumsonde-bei-chile-erwartet-1773761.html

Medienmeldungen zu “Leben im Universum”: Kölner Stadtanzeiger: http://www.ksta.de/html/artikel/1326285631433.shtml, Spiegel: http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/0,1518,808706,00.html

NASA korrigiert Kurs; http://www.20min.ch/wissen/news/story/NASA-bringt-Mars-Sonde-auf-Kurs-21960118

Jupiter Mond Europa: http://www.n-tv.de/wissen/See-auf-Jupitermond-entdeckt-article4793971.html

Marsmissionen von Außen sabotiert? http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/0,1518,809228,00.html,  http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/0,1518,808273,00.html sowie http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=2960168

 

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Steve Jobs ist tot.

Gestern Nacht, dem 5. Oktober 2011 ist Steve Jobs – Gründer von Apple Inc. – an Krebs gestorben. Die Welt verliert damit einen Unternehmer der ultimativen Universumklasse. Unternehmertum, gekennzeichnet durch umsetzbare Vision, strategisches Denken, Handeln und Risikobereitschaft, repräsentierte Jobs, wie nur wenige. Selbst in seinen letzten Wochen hat er mit Hilfe einer klugen Vorgehensweise seinem Nachfolger den Grundstein für einen erfolgreichen Start gelegt. Es ist kein Zufall, dass kurz vor seinem Tod das Apple IPhone 4S vorgestellt worden ist. Dieses Smartphone hat generell eine enttäuschte Reaktion bei Kunden und an der Börse hervorgerufen. Und dies war beabsichtigt. Das IPhone 5 wäre mit Sicherheit noch der Genialität von Steve Jobs zugerechnet worden. Sein Nachfolger hätte damit eine hohe Hürde (zumindest auf kurzfristige Sicht) vorgefunden, mit nun folgenden Innovationen in die Fußstapfen von Jobs zu treten. Ich bin mir sicher: Das IPhone 5 existiert bereits und wird in 2012 vorgestellt werden.

Es bleibt die Frage, wie sich Apple langfristig entwickeln wird. Die Innovationskraft von Jobs war einmalig und ist nicht kopierbar. Die Smartphonegenerationen und Pads, die kommen werden, unterliegen softwaretechnisch einem gewaltigen Gegner. Dieser Gegner ist die kollektive Intelligenz des Internets, repräsentiert durch hunderttausende Entwickler, die an quelloffenen Systemen arbeiten (z.B. Android). Es wird also immer auf Hardwareinnovationen ankommen. Hier habe ich Zweifel, ob dies Apple langfristig gelingen wird. Ein gutes Negativbeispiel ist zur Zeit Nokia. Dieses Unternehmen erkannte den Mainstream zu spät und kriselt nun. Dies hätte man von 5-10 Jahren nicht erwartet.

http://www.apple.com

steve jobs

 

„Der Tod ist wohl die mit Abstand beste Erfindung des Lebens“, so Steve Jobs vor einiger Zeit. Weiterhin sagte er sinngemäß, dass der Tod damit den Wandel möglich macht. Ja, auch hier hat er Recht. Mein Beileid gilt allen, die Steve Jobs wirklich gekannt und gemocht haben.

… und auch Google zollt Respekt, was eigentlich alles aussagt:

googlesj

Schließen möchte ich mit einem –zumindest für mich- wunderbaren Zitat von Steve Jobs:

„Warum der Marine beitreten, wenn man Pirat sein kann?“

 
Ein Kommentar

Verfasst von - 06/10/2011 in News, Wissenschaft und Technik

 

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Tommy Emmanuel–The Best

Guitar Boogie

 

Windy & Warm + Classical gas, Seoul 2009

 

Amazing Grace, Seoul 2009

 
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Verfasst von - 02/10/2011 in Lyriks

 

Richard Sulik: “Der Euro funktioniert nur, wenn Staaten pleitegehen“

Die FAZ hat heute ein Interview (<- hier zu öffnen) mit dem slowakischen Parlamentspräsidenten Richard Sulik veröffentlicht. In diesem Interview wird deutlich, dass die Slowakei gegen des EFSF im Parlament stimmen wird. Es kommt dann zu einer interessanten Sitaution: Die Erweiterung des Euro-Hilfsfonds EFSF setzt nach dem geltenden Rahmenvertrag voraus, dass ihr alle Staaten der Eurozone zustimmen. Ich bin äußerst gespannt, wie die EU diese Lage lösen will. Vielleicht durch den kompletten Ausstieg der Slowakei aus dem Rettungsschirm.

Ganz interessant sind seine Äußerungen zur Steuerpolitik, die ich hier als Auszug darstellen möchte:

Frage: “Das hochverschuldete Griechenland soll seine Einkommensteuer senken?”

Antwort: “Die meisten Griechen zahlen doch sowieso keine Steuern. Wenn sie ihr Steuersystem wasserdicht bekommen, so dass niemand mehr vor der Steuer flüchtet, könnte der Einkommensteuersatz auf 15 Prozent gesenkt werden – für alle. Parallel dazu müssen die Staatsausgaben sinken. Nur ein Beispiel: In der griechischen Armee gibt es 1300 Panzer und 134 000 Soldaten. Unser Land ist halb so groß, hat aber nur ein Zehntel so viele Soldaten. Es wird zwar immer auf den Konflikt zwischen Athen und Ankara verwiesen. Aber sind nicht beide Länder in der Nato?”

Der ein oder andere deutsche Politiker sollte sich vielleicht mit diesem Herrn einmal unterhalten. Ich denke, da gibt es etwas zu lernen. Es macht wohl doch einen Unterschied, wenn ein Politiker promovierter Ökonom ist und weiß, von was er spricht.

Richard Sulík

Siehe auch diesen Artikel: FAZ vom 1. Oktober 2011, mz-web.de, n-tv, ad-hoc-news

 
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Verfasst von - 02/10/2011 in News, Politik

 

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Kann es sein, dass das Universum schon immer bestanden hat?

Quelle

Diese oben gestellte Frage begegnete mir auf Yahoo Clever. Meine Antwort dazu schreibe ich hier nochmals in meinem Blog nieder:

Ich möchte versuchen diese Frage mit einer Gegenfrage zu beantworten, die sich vielleicht etwas merkwürdig anhört: Kannst Du Dich an einen Zeitpunkt vor Deiner Geburt erinnern? Sagen wir genau ein Jahr vor Deiner Geburt. Deine Antwort wird mit großer Wahrscheinlichkeit ‚NEIN‘ sein. Denn da existierte ich doch noch gar nicht. Was für eine Frage?!?


Nun, möglicherweise hast Du ein Geschichtsbuch zur Hand. Schnell wirst Du feststellen, dass vor Deiner Geburt tatsächlich etwas stattgefunden hat. Es gab also eine Form des Seins/Existenz bevor Du da warst.
Jetzt machen wir ein Gedankenexperiment: Genau an dem Tag, an dem Du geboren worden bist, ist alles andere gleichzeitig (also das gesamte Universum) entstanden und zwar so, dass es Dir möglich wird, in das besagte Geschichtsbuch zu schauen (denn das ist auch mit Deiner Geburt entstanden), welches Dir jetzt vorspielt, es hätte schon eine Existenz vor Dir gegeben. Gibt es einen Beweis, dass es nicht (und zwar aus Deiner Sicht) genau so abgelaufen ist? Dies ist die entscheidende Frage!


Und es gibt tatsächlich einen Beweis dafür. Er ist naturwissenschaftlicher und philosophischer Natur. Du bist Dir Deiner selbst bewusst, also existierst Du. Es muss eine Ursache dafür geben, dass Du existierst. Diese Ursache muss da gewesen sein, bevor Du da warst. Wie die Existenz begonnen hat ist irrelevant. Dass sie begonnen hat ist entscheidend. Es muss eine Ursache für die Entstehung unseres Universums gegeben haben. Wir würden in unserem beschränkten Denken einen Zeitraum oder Zeitpunkt vor dem Beginn unseres Universums dafür festlegen. Wie auch immer. Man kann schlussfolgern, dass die Existenz unbeschränkt ist. Sie hat keinen Beginn und kein Ende. Ich möchte den mathematischen Begriff der Unendlichkeit jedoch nicht verwenden. Wie man vielleicht feststellt, verwende ich den Begriff Existenz als übergeordneten Begriff. Das Universum in dem wir leben, ist also eine Form der Existenz.


Also beantworte ich Deine Frage so: Das Universum, wie wir es kennen, hat nicht immer bestanden und wird nicht immer bestehen. Die Existenz jedoch, als übergeordnete Form des Seins ist unbeschränkt und hat keinen Beginn und kein Ende. Damit kann man tatsächlich Ernst Mach folgen: Nichts, was nicht messbar ist, existiert. Folge: Damit existiert auch kein Nichts
!”

Dies jedenfalls ist meine Sicht der Dinge.

 

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HF Schaltung: Testschaltung für Kurzwellen Sender (KW Sender)

KW Sender

Die oben dargestellte Schaltung zeigt einen KW Sender für ca. 4,8 MHz (Tropenband!). Die Frequenz ist abhängig von der Toleranz der verwendeten Bauteile. Die Schaltung habe ich hier dargestellt, da auf anderen Internetseiten oft unvollständige Darstellungen zu finden sind, oder sie sind professionell aufgebaut und der Laie kann die wesentlichen Bestandteile nicht mehr isoliert identifizieren. Es geht hier nicht darum, Schwarzsender zu konstruieren oder deren Konstruktion zu unterstützen. Deswegen soll darauf hingewiesen werden, dass dieser Sender auf keinen Fall an eine Sendeantenne oder einen längeren Draht angeschlossen werden darf. Hiermit verstößt der illegale Betreiber gegen Gesetze, was unter Umständen zu empfindlichen Strafen führen kann. Genug zu Strafen und Gesetzen. Meine Intention war es mit elektronischen Standardbauteilen a) einen Oszillator zu bauen, der stabil, daher ungedämpft schwingt und b) das Wechselstromsignal des Oszillatoren zu verstärken. Die Verstärkung sollte aber nicht das Signal verzerren oder zu einer Rückkopplung in den Oszillator führen. Es stellte sich heraus, dass das gar nicht so einfach ist.

Ich werde im folgenden die einzelnen Bestandteile der Schaltung erklären. Ich muss aber darauf hinweisen, dass ich kein Profi bin und Elektronik nur als Hobby betreibe. Ich bitte deswegen, falls ein Profi meine Darstellungen lesen sollte, nicht zu streng mit mir ins Gericht zu gehen. Vielmehr sind Hinweise zu Fehlern und Verbesserungen willkommen. Noch etwas: Auf vielen Internetseiten insb. Foren zur HFTechnik werden von Foristen Fragen zu diesem Thema gestellt. In der Regel sind die ersten Antworten der Art „Das darf man aber nicht, dass ist gefährlich“, „Du böser Bube, Du, man darf keinen Sender bauen“ etc. Mich interessieren diese Zeigefinger schwenkenden Beiträge nicht. Sollte jemand einen Kommentar auf dieser Seite schreiben, der in diese Richtung geht, werde ich ihn nicht veröffentlichen. Somit, für alle Bedenkenträger (und davon gibt es eine ganze Menge gerade in dem obrigkeitshörigen Deutschland) gilt: Kommentare werden hier zensiert! Versucht es erst gar nicht. Allerdings: Ich verurteile auf schärfste Personen, die nicht verantwortungsvoll mit dem erlangten Wissen umgehen.

A) Das erste, was einem an der Schaltung auffallen könnte ist, dass nur Festkapazitäten und Festinduktivitäten vorhanden sind. Der Grund ist einfach: Es geht nur um die möglichst saubere Konstruktion (wenn es den eine ist), nicht um die Abstimmung auf eine genaue Sendefrequenz.

B) Der Schwingkreis ist ein Colpittz-Oszillator in Basis Schaltung. Als HF-Transistor habe ich einen BF422 verwendet. Achtung: Dieser Transistor hat eine andere Beschaltung als Standardtransistoren wie z.B. BC547C. Die Füßchen sind Emitter, Collektor und Basis, wenn man die flache Seite ansieht und die Füßchen nach unten zeigen. Bei BC547C ist es Collektor, Basis und Emitter bei gleicher Ausrichtung (Flache Seite und Füßchen nach unten). Ich will es nicht verschweigen. Ich habe die Füßchen prompt verwechselt. Der Schwingkreis kann ein paar Sekunden brauchen, um einzuschwingen. C13 und L3 (Frequenzen ab ca. 340 kHz werden nicht gedämpft) bilden einen Hochpass. L4 und C14 (Frequenzen > 13MHz werden gedämpft) einen nachgeschalteten Tiefpass.

C) Die Basis ist mit zwei Widerständen und einer Z-Diode (6,8 V) spannungsstabilisiert. Ohne diese Diode habe ich permanentes Frequenzfading festgestellt. Ob das eine gute Lösung ist? Ich weiß nicht genau, es funktioniert jedoch.

D) Die Schaltung arbeitet bei 12V. Die Widerstände und die Diode in C) sind anzupassen, wenn die Spannung verändert wird. Es gilt tendenziell: Bei Reduktion der Spannung -> Reduktion der Widerstände (und der Diode), und umgekehrt. Ersetzt man R4 durch einen Potentiometer, kann man sogar die Frequenz genauer einstellen (auch ohne variable Induktivitäten und Kapazitäten). C11 dient dazu eventuell vorhandene Wechselströme im Gleichstromkreis kurzzuschließen.

E) Die Frequenz wird maßgeblich bestimmt durch L1, L2, C2, C3 sowie der Vorspannung der Basis (siehe Punkt D).

F) R2 ist bedeutsam. Sowohl ein zu hoher, als auch zu kleiner Widerstand kann zu einem Zusammenbruch der Schwingung führen. Ich habe auch chaotische Frequenzschwankungen festgestellt.

G) Ab C4 (Koppelkondensator) erfolgen die drei Verstärkerstufen in Emitterschaltung der Transistoren Q2 – Q4 mit Arbeitspunktfestlegung mit Spannungsteiler (z.B. R5, R3) der Basis und Stromgegenkopplung durch Widerstände in den Emitterkreisen (z.B. R7). Die Kondensatoren in den Emitterkreisen (z.B. C7) überbrücken die Widerstände bei anliegen einer Wechselspannung und dämpfen damit Stromänderungen im Kollektorkreis nicht. Ich habe die Kapazitäten nicht berechnet, sondern durch ausprobieren ausgewählt. Der Kondensator (C7) im ersten Verstärkerschaltkreis ist von Bedeutung. Wird hier eine zu kleine Kapazität verwendet, klingt ein NF Signal in einem Empfänger sehr undeutlich. Auch die Widerstände zur Arbeitspunktfestlegung der Basen habe ich mehr oder weniger aus Erfahrung geschätzt. Das geht bestimmt auch viel besser. Ich habe jedoch mein Ziel erreicht: Eine 8V Amplitude (Spitze Spitze Wert) des Signals aus dem Oszillator mit fast 50% duty cycle zu erhalten. Als Effektivwert der Wechselspannung am HF Ausgang gibt mein Oszilloskop 3,7 Volt an.

H) Ankopplung von NF Signalen: Sie erfolgen über C12. Schließt man z.B. NF aus einem Audiogerät an sollte ein hoher Eingangswiderstand eingesetzt werden (hier R16 mit 470 kW ). Damit werden quasi nur die kleinen Stromänderungen an die Basis des HF Transistors gelassen und es entsteht ein frequenzmoduliertes Signal. Ohne R16 wird der Schwingkreis bei zu großen Signal(Spannungs-)amplituden lahmgelegt.

I) Die oben dargestellte Schaltung liefert in Spicesimulationen nicht das, was in der Realität eintritt. Warum das so ist, weiß ich nicht. Dies betrifft vor allem das HF verstärkte Ausgangssignal. Mein Oszilloskop zeigt eine gute Sinuskurve. In Spice wird ein verzerrtes Signal gezeigt.

Wie schon oben gesagt, freut sich der Verfasser über Verbesserungsvorschläge. Viel Spaß beim Nachbauen. Zum Abschluss noch folgender Hinweis: Dieser Sender sendet nicht nur auf der angegebenen Frequenz, sondern auch bei dem 3x, 6x, 9x, Frequenz. Deshalb noch einmal: Nicht an eine Sendeantenne anschließen.

Dieser Artikel wird weiterhin bearbeitet. Ich übernehme für Schäden oder Funktionsunfähigkeit keine Haftung. Der Nachbau erfolgt auf eigene Verantwortung.

 
 
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