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Der Wald

Mich zog es schon immer dort hin. Die Bäume im dämmrigen Licht, wie undefinierte Augen strahlten sie mich an. Manchmal strafend, manchmal liebevoll.

Ich konnte oft nicht begreifen, warum ich glaubte, ich könnte mich dem entziehen. Doch in Wirklichkeit war ich schon immer darin gefangen. In dieser Aura voller Geheimnis und Weisheit.

Schade ist die Zeit, die vergeht bis man wirklich dazu steht. Nicht verlassen kann ich das dunkle Licht. Es leuchtet nach und ich verberge es nicht. Bald kommt der Tag.

Oft sehe ich die Bäume an, wie sie im Winde wanken. Aber ich weiß, sie trotzen mit ihrer Stärke. Ich weiß, sie warten auf meine Schritte… in ihre Richtung, bis sie mich fangen.

Langsam gehe ich darauf zu. Mir wird kalt und heiß zugleich. Nicht mehr fern ist die Zeit, in der ich gefangen bin und doch gleichzeitig frei. Der Freiheit Illusion ist die Kraft welcher das Leben folgt.

Der Tag naht… die Zuversicht ist grenzenlos, doch ich denke… nein… nicht denken. Die Wärme, die aus dieser Quelle entspringt, braucht nicht des Verstandes Vernunft.

Die Bäume sind ganz nah. Sie beschützen mich schon fast. Liebevoll ist Dein Blick auf das leere Feld hinter mir… und ich will nicht zurück. Warten Bäume ewig?

MJ’09

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Verfasst von - 03/04/2011 in Lyriks

 

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Ein Blick

 Die dunklen Wolken ziehen über den bleifarbenen Himmel. Die Luft riecht nach Regen. Es ist, wie ein trauriger Blick.

Die Lider sind leicht gesenkt. Es ist, als schauten die Augen zurück; Leicht feucht ist der Kranz an den Wimpern.

Ich dachte, es ist alles vergessen. Ich dachte, es ist verblasst. Doch das Leben verzeiht keinen Tag. Erst der danach kommt hat seinen Moment an dem man mich wieder erkennt.

Die Nacht beginnt; unaufhaltsam wird das Grau zu Schwarz. Merkwürdig, wie still es ist. Selbst mein Rufen wird verschluckt; aber das Echo wird zurückgeworfen durch ein Licht.

Dieses Licht ist es, was mich anzieht – wie ein Blick – Dieses Licht ist es, was mir Hoffnung gibt. Ich möchte es greifen, aber ich kann es nicht. Es ist fast Verzweiflung, so wie die Tränen der Nacht. Aber ich weiß, dass es das ist, was mich glücklich macht.

Die Stunden sind langsam vergangen. Wie Öl sind sie verronnen. Die Dunkelheit, sie will mich beherrschen. Ich kämpfe. Die Schwärze ist greifbar, sie hält mich gefangen.

Diese Ohnmacht ist erdrückend. Ich weiß nicht, wie lang ich es noch kann. Ich denke, ich werde verlieren. Diese Leere will mich halten. Ich wehre mich, doch mein Wille scheint zu erkalten.

Naht nun das Ende? Es scheint unglaublich, aber da ist es wieder. Das Licht. Heller diesmal. Mir wird warm. Jetzt wird mir klar, der Kampf war nie verloren. Das Leben wird am Morgen neu geboren. Aber, es ist etwas ganz anders. Dieses Licht war doch wie ein Blick?

Nein …

…es war Dein Blick.

MJ‘09

 
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Verfasst von - 03/04/2011 in Lyriks

 

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