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Richard Sulik: “Der Euro funktioniert nur, wenn Staaten pleitegehen“

Die FAZ hat heute ein Interview (<- hier zu öffnen) mit dem slowakischen Parlamentspräsidenten Richard Sulik veröffentlicht. In diesem Interview wird deutlich, dass die Slowakei gegen des EFSF im Parlament stimmen wird. Es kommt dann zu einer interessanten Sitaution: Die Erweiterung des Euro-Hilfsfonds EFSF setzt nach dem geltenden Rahmenvertrag voraus, dass ihr alle Staaten der Eurozone zustimmen. Ich bin äußerst gespannt, wie die EU diese Lage lösen will. Vielleicht durch den kompletten Ausstieg der Slowakei aus dem Rettungsschirm.

Ganz interessant sind seine Äußerungen zur Steuerpolitik, die ich hier als Auszug darstellen möchte:

Frage: “Das hochverschuldete Griechenland soll seine Einkommensteuer senken?”

Antwort: “Die meisten Griechen zahlen doch sowieso keine Steuern. Wenn sie ihr Steuersystem wasserdicht bekommen, so dass niemand mehr vor der Steuer flüchtet, könnte der Einkommensteuersatz auf 15 Prozent gesenkt werden – für alle. Parallel dazu müssen die Staatsausgaben sinken. Nur ein Beispiel: In der griechischen Armee gibt es 1300 Panzer und 134 000 Soldaten. Unser Land ist halb so groß, hat aber nur ein Zehntel so viele Soldaten. Es wird zwar immer auf den Konflikt zwischen Athen und Ankara verwiesen. Aber sind nicht beide Länder in der Nato?”

Der ein oder andere deutsche Politiker sollte sich vielleicht mit diesem Herrn einmal unterhalten. Ich denke, da gibt es etwas zu lernen. Es macht wohl doch einen Unterschied, wenn ein Politiker promovierter Ökonom ist und weiß, von was er spricht.

Richard Sulík

Siehe auch diesen Artikel: FAZ vom 1. Oktober 2011, mz-web.de, n-tv, ad-hoc-news

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Verfasst von - 02/10/2011 in News, Politik

 

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Ach so: “Lage der Banken „viel dramatischer“ als im Lehman-Jahr”

KfW-Chef Schröder ist besorgt über die Lage der Banken. Insbesondere deswegen, da die Staaten nicht noch einmal die Bank retten können: FOCUS Money Online Also ich frage mich, ob vor dem Hintergrund der sich abzeichnenden weiteren Krise überhaupt jemals eine Rettung stattgefunden hat. Es ist wohl nur eine Aufschub eingetreten. Es ist nicht allein notwendig und hinreichend, dass den Banken von 2008 an Geld in Mrd.-Höhe zur Verfügung gestellt wurde, mithin sich Staaten zu Gesellschaftern der angeschlagenen Banken gemacht haben. Der Kern ist Vertrauen. Dass wir heute drastische Abwärtsbewegungen an den Kapitalmärkten sehen, bedeutet nur, dass die Anleger kein Vertrauen in die zukünftige Entwicklung haben und sich in vermeintlich sicherere Anlagewerte wie z.B. Gold flüchten. Eigentlich ist nichts geschehen. Nur das die nackte Angst vor dem Morgen umgeht. Banken verleihen keine Gelder mehr untereinander, weil sie Angst vor Abschreibungen ihrer Engagements haben. Damit kommen sie ihrer volkswirtschaftlichen Bedeutung nicht mehr nach. Jedem Unternehmer, der ein mittelständisches Unternehmen führt weiß eines ganz sicher: Vorsicht ist gut, aber Angst ist der falsche Ratgeber. Dann tut man nichts mehr und verschlimmert die Lage immer weiter. Übrigens: Auf die Politik brauchen wir nicht mehr zu warten. Dieselbe hat im EURO-Raum durch die vorzeitige Aufnahme von Griechenland entscheidend zur momentanen Situation beigetragen. Vielleicht mögen die Banken heute besser aufgestellt sein als im Herbst 2008. Trotzdem werden Stimmen laut, die Staaten sollten die Banken weiterhin finanziell unterstützen. Notfalls mit öffentlichen Geldern so IWF Chefin Lagarde. Sie verkennt die Lage. Die Staaten dürfen nichts mehr tun. Sie gefährden sonst sich selbst bzw. die Bürger aus denen Staaten bestehen. Hierzu auch: Ackermann kritisiert seine eigene Branche

 
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Verfasst von - 06/09/2011 in News, Politik

 

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