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Whisky Teil 1

Whisky Teil 1

Glen Dronach 21 J Parliament  Wer fängt schon hiermit das Whiskytrinken an?

Na ja … ich auch nicht. Ich habe vor Jahren ganz gern mal ein Glas Whisky getrunken. Dann habe ich lange Zeit kein Tropfen davon angerührt. Vor ein paar Tagen habe ich jedoch, aus welchen Gründen auch immer, eine Lust verspürt, einen Whisky zu trinken. Ganz eigenartig. Wie jemand, der jetzt unbedingt eine Tafel Schokolade essen möchte, obwohl er eigentlich nur selten davon isst. Eines wollte ich aber nicht: Einfach zum Supermarkt gehen und irgendeine Flasche kaufen. So habe ich mich ins Internet aufgemacht, um dort eine tolle Flasche zu finden. Nach nur kurzer Suche bin im Whisky Store gelandet. Nach relativ kurzem Stöbern habe ich gemerkt, dass ich hier wohl genau richtig bin. Man findet eine große Auswahl an Whisky und Bourbon. Neben der guten Aufmachung dieses Stores gibt es auch noch Verkostungsvideos, die mir beim Finden der Flasche geholfen haben. Genug der Werbung für den Treffpunkt feiner Geister…

[Online Stores: Preisvergleiche lohnen sich im Internet …

WhiskyWizard.de; Whisky.de; Weisshaus Shop; Malts and More

]

Ich bestellte den Whisky… wow… eine riesige Vorfreude, als die Versandbestätigung auf meinem Smartphone aufleuchtete. Dann am nächsten Abend war es so weit. Der 21jährige Glen Dronach Parliament ist da. Sogleich habe ich die Flasche geöffnet. Im Gegensatz zu früher habe ich den Whisky nicht in ein Glas eingeschenkt und probiert bzw. getrunken. Erstmal habe ich überlegt, aus welchem Glas dieses Getränk am besten zur Geltung kommt. Früher habe ich geraden Gläser genommen, so wie man es oft im Fernsehen gesehen hat. Die Verkostungsvideos haben jedoch immer eine Art Sherryglas gezeigt. Also dann so etwas genommen. Auch das Trinken habe ich mir aus den Verkostungsvideos abgeguckt. Was für ein Unterschied zu früher! Ich hatte Whisky eher schnell getrunken; jetzt aber mit viel Riechen und dann den Schluck lang im Mund behalten. Ich habe sicherlich nicht diese ganzen Aromen trennen können, wie die Verkostungsprofis. Aber das ist ein Lernprozess. Früher arbeitete ich in einem Betrieb, der Hamburgerpattys produziert hat. Dort nahm ich von Anfang an an Verkostungen teil. Zu Beginn konnte ich bei den Pattys nie einen Unterschied schmecken und betrachtete die Beurteilungen der QS-Mitarbeiter als ‚künstliche Macherei‘. Im Zeitablauf fand ich dann aber tatsächlich Geschmacksunterschiede… und später merkte ich beträchtliche Differenzen in den einzelnen Rezepturen. So bin ich nun auch an das Whiskytrinken herangegangen. Mit Geduld und regelmäßigen/mäßigen Genuss merke ich nun heute schon so einige Unterschiede in den einzelnen Sorten.

Der Stand meiner ‚Whiskysammlung‘ ist heute:

Glenfarclas 25J

Glenfarclas 25J

Dieser Whisky wurde in Eichenfässern und in Sherryfässern gelagert. Die Brennerei ist noch heute im Privatbesitz und gehört damit zu den wenigen Brennereien, die nicht im Besitz großer Konzerne geraten sind.

 

Trotz des hohen Alters dieser Flasche ist er recht preiswert. Er kostet um die 100 €. Dies mag daran liegen, dass Glenfarclas durchaus hohe Bestände an diesen alten Whiskies hat. Somit kommt es nicht zu einem Nachfrageübeschuss, die preistreibend wirken würde. Nehmen wir im Vergleich z.B. folgende Flasche:

Dalmore 25J

Der Dalmore 25J liegt bei ca. 600 €, sofern man noch eine Flasche bekommt; er ist nicht in meiner Whiskybar 😉

The Glenlivet 18 Jahre

Glenlivet 18J

Dieser Whisky ist ein guter Einsteigerwhisky. Aromatisch und geschmacklich kann man hier sehr gut lernen. Wie identifiziere ich Eichenaroma? Wann schmeckt man Eiche? Bei diesem Whisky lernt man es. Aber ganz ehrlich, so gut, wie er von vielen beschrieben wird, finde ich ihn nicht. Für mich ist er ein stückweit zu wenig komplex. Preislich liegt er bei ca. 60€. Man findet ihn schon im gut sortierten Supermarkt. Oft ist er hier preisgünstiger als im Internetshop.

Jura Superstition

Jura Superstition

Dieser Whisky von der Insel Jura ist für mich etwas besonderes. Es war der erste Kontakt mit einem deutlich rauchigem Aroma. Ich hatte die Befürchtung, dass mir das nicht gefallen würde. Ganz im Gegenteil. Es gefällt mir gut. Interessant ist auch, dass der Whisky im Geschmack eine deutliche Schärfe aufweist. Diese kommt nicht vom Alkohol. Sie kommt von Bestandteilen (welche? keine Ahnung) aus dem Gärprozess, die dann bei der Destillation mit herüber in den Whisky gelangt sind. Manchmal ist es auch ein Zeichen jüngerer Whiskies. Scharfe Bestandteile werden durch Reifung im Fass im Zeitablauf abgebaut. Da dieser Whisky keine Altersangabe hat, wären also Beimischungen jüngerer Whiskies aus der gleichen Brennerei denkbar. Übrigens darf von ‚Single Malt Scotch Whisky‘ nur gesprochen werden, wenn der Whisky in der Flaschen aus einer Brennerei stammt. Es kann sich aber durchaus um eine Mischung aus verschiedenen Fässern dieser Brennerei handeln. Würden Whiskies aus verschiedenen Brennereien miteinander vermischt (eigentlich ‚verheiratet‘ oder ‚vermählt‘) müsste das Endprodukt ‚Blended Malt‘ genannt werden; der Namesbestandteil ‚Single‘ darf dann nicht mehr verwendet werden.

 

 

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Verfasst von - 13/03/2016 in News

 

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